Das Wissen in Bits

Fernstudium

Zahlreiche Methoden zur Wissensaufnahme werden heute alternativ angeboten. E-Learning, virtuelle Kurse oder Vorlesungen, die via Live-Stream abgehalten werden – damit bieten sich Arbeitnehmern und ebenfalls Schülern ganz neue Möglichkeiten, die Welt verstehen zu lernen. Doch haben diese Lernmethoden auch Erfolg?


Wissen per Touchscreen

E-Learning, das ist digital unterstütztes Lernen und läuft heute über Apps, Skype oder virtuelle Seminarräume ab. Vor einigen Jahren noch wurde das Wissen steril und unflexibel auf CD-ROM angeboten. Dabei war der Lerneffekt übersichtlich. Doch das hat sich geändert. Der Branchenverband Bitkom zählt mehr als 300 Anbieter von E-Learning alleine in Deutschland. Dabei zeigt sich in den Umsätzen ein deutliches Wachstum der Branche und zeitgleich, welchen Stellenwert das digitale Lernen für Menschen in der Zwischenzeit hat.

Ein klassisches Beispiel für das E-Learning ist das Angebot der mobilen Apps. Hier werden Sprachkenntnisse erlangt, Fahrschulprüfungen vorbereitet oder Workshops abgehalten. „On-the-Go“ zwischen Bushaltestelle und Arbeitsplatz. Da die meisten Menschen das Tablet oder Smartphone immer dabei haben, ist ein Lernen über den ganzen Tag hinweg keine Utopie mehr. Ganz im Gegenteil. Informationen sind heute nur noch wenige Klicks entfernt und werden dem Nutzer in Sekundenschnelle auf den leuchtenden Displays angezeigt. Selbst für das Erreichen von Lernzielen gibt es entsprechende Apps.

Per Live-Stream zur Vorlesung

Wer heute zu einer Vorlesung will, muss sich nicht mehr zwangsläufig aus dem Bett bewegen. Die Kommunikation ist in den letzten Jahren dank immer besserer Programme und Tools quasi revolutioniert worden. So tauschen sich Menschen heute in einem Fernstudium per Webinar aus, lernen zusammen, nutzen virtuelle Lernräume und besuchen Vorlesungen im Live-Stream. Dabei spielt die Verknüpfung mit dem mobilen Gerät sowie untereinander eine große Rolle. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Denn nie war das Lernen aus der Entfernung, ohne direkt vor Ort sein zu müssen, so einfach wie heute.

In diesem Bereich ist gerade das „Adaptive Learning“ ein innovatives Feld. Denn der Frontalunterricht richtet sich immer am Durchschnitt der zu unterrichtenden Teilnehmer aus. Mit dem individualisierten Lernen hingegen werden Lerninhalte geschaffen, die auf den Nutzer angepasst sind. Im Privatbereich ist dieses Konzept schon lange Realität. Denn Konsumgüter werden dem Menschen bereits individualisiert angeboten. Der große Vorteil ist dabei, dass das Lernen ganz ohne Frustration und Langeweile geschieht, denn die Inhalte bleiben immer fordernd und nicht überfordernd.

Auch wenn das E-Learning in vielen Bereichen bereits regen Zulauf hat, so ist nicht alles, was in diesem Bereich gelernt wird, adaptierbar. Denn echten Kontakt ersetzt diese Art des Lernens nicht. Vielmehr sind die digitalen Medien als Verlängerung von Unterricht und Kursen zu sehen.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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